Märkte in St. Blasien: St. Blasien

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Märkte in St. Blasien

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In St. Blasien finden neben dem Wochenmarkt, bei welchem Sie die Möglichkeit haben, sich mit frischen und regionalen Lebensmitteln zu versorgen, auch zweimal jährlich der Krämermarkt statt. Ein besonderes Highlicht stellt der jährliche Weihnachtsmarkt unter der verzaubernden Domkulisse da.

Krämermarkt

Zweimal im Jahr finden in St. Blasien Krämermärkte statt, auf welchen Sie viele unterschiedliche Waren erhalten können. Der Frühlingsmarkt findet immer am dritten Donnerstag vor Pfingsten (sollte der Donnerstag ein Feiertag sein, am vierten Donnerstag vor Pfingsten) statt. Der Herbstmarkt wird immer am Dienstag nach Kreuzerhöhung (14. September) abgehalten. Beide Märkte werden, wie schon vor fast 300 Jahren im Bereich der Fürstabt-Gerbert-Straße und vor dem Dom abgehalten. An die 50 Marktkaufleute bieten derzeit an den beiden Markttagen ihre inzwischen vielfältigen Waren feil.

Wochenmarkt

Der Wochenmarkt findet immer freitags von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr auf dem Sparkassenvorplatz statt. Der erste Markttag ist der erste Freitag im April. Der letzte Markttag ist der letzte Freitag vor Weihnachten. Die Besucher des Wochenmarktes erwartet ein vielfältiges Angebot. Neben Selbsterzeugtem aus der Region wartet frisches Obst und Gemüse, Blumen, Käse, Wurst, Fleisch, Holzofenbrot, Schwarzwälder Spezialitäten, mediteranen Leckerbissen und auch eine gute Bratwurst mit Senf auf die Marktbesucher.

Zu den bewährten Jahrmärkten gesellte sich seit 1992 auch ein Wochenmarkt. Einer Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass die Stadt St. Blasien einen Antrag beim Landratsamt Waldshut stellte und genehmigt bekam. Der erste Wochenmarkt fand am Freitag, den 03. Juli 1992 statt. In den Anfangsjahren mit vier Marktbeschickern noch auf dem relativ kleinen Parkplatz beim Rathaus abgehalten, entwickelte sich der Wochenmarkt von Jahr zu Jahr. Im Jahre 1998 wurde der Wochenmarkt auf Grund der beengten Platzverhältnisse beim Rathaus auf den Parkplatz zwischen Sparkasse und Postamt verlegt. Bereits ein Jahr später bekam der Wochenmarkt seinen Platz in der Hauptstraße. Eine Ausweitung auf zwei Wochenmarkttagen erwies sich als nicht vorteilhaft und so blieb es bis heute beim freitäglichen Wochenmarkt. Von 2010 bis 2013 fand der Wochenmarkt auf dem Domplatz statt. Während der Domfestspiele im Sommer 2013 wurde der Wochenmarkt provisorisch auf den Sparkassenvorplatz verlegt. Diese Notlösung erwies sich für Kunden und Anbieter als Glücksgriff. Dank freundlicher Zustimmung der Sparkasse St. Blasien, wird seit dem der Wochenmarkt seinen neuen Standplatz auf dem Sparkassenvorplatz erhalten.

Für Bewerbungen, Anregung, Lob und Kritik nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Weihnachtsmarkt

Ein mittlerweile fest verankerter Termin und über die Grenzen von St. Blasien hinaus beliebtes Ereignis, stellt der Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz dar. Unter der besonderen Kulisse des Doms lassen sich die letzten Geschenke besorgen, oder die romantische Stimmung bei Dämmerung mit einem guten Glühwein genießen.

Der Weihnachtsmarkt mit seinen über 70 Buden, bestehend aus Kunsthandwerkern, Holzwaren, Weihnachtsschmuck, regionalen Produkten und Spezialitäten, sowie einem großen Gastronomieangebot wird durch den Werbe- und Aktivkreis St. Blasien organisiert. Unterstütz wird dieser dabei von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, der Stadt St. Blasien und Elektro Defrenne.

Der Weihnachtsmarkt 2019 wird an den zweiten und dritten Adventswochenden, jeweils von Freitagnachmittag bis Sonntagabend stattfinden. Die Öffnungszeiten des Marktes sind jeweils von Freitag 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr, Samstag von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr und Sonntag von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Sollten Sie weiter Fragen haben, oder selbst gerne als Aussteller am Weihnachtsmarkt teilnehmen wollen, steht Ihnen Marktleiter Christian Keemss Telefonnummer: 0171 1436641 oder per E-Mail gerne zur Verfügung.

Historisches

Bereits im Jahre 1720 wurde Sankt Blasien erstmals mit seinen Märkten erwähnt (bei Gumpp). Zu dieser Zeit fanden in Sankt Blasien Jahrmärkte, wie sie noch heute durchgeführt werden, und Wochenmärkte, auf welchem ordinari (rechtlich und herkömmlich) die fremden Krämer ihre Ware feilboten statt. 

Der Marktplatz war das Gebiet zwischen Faschianstor (Törle), Schreiner Jünger (altes Haus Lüber), Gefängnis (ehem. Güterabfertigung), Bäckerei Gäng (Haus Stiefel), Weg vom Hofgarten zur eisernen Brücke (Krafftdenkmal), Schulhaus (Marstall) und Beamtengärtchen (Pfarrgarten). Es gab feste Marktbuden für die Wochenmärkte, und Stände, die nur für die Jahrmärkte durch die Herrschaft gegen Gebühr aufgestellt wurden. Hier fand jeden Sonntag und Feiertag nach dem Hauptgottesdienst bis zum Beginn der Nachmittagsandacht (Vesper) am frühen Nachmittag, der Wochenmarkt statt.

Es wurden feilgeboten: Lebensmittel aller Art, Schwarzwälder Artikel, Bauernwollgarn, Baumwolle, Tabakdosen, Schlösser, Seidenbänder, Kappen für Frauen, Kämme, Goldborden, Zopfbänder, Nähseide, Schnupftücher, Türkischgarn, Hosenträger und Ähnliches. Auch Galanterie- und Spezereiwaren wurden angeboten. In diesem Warenangebot lag auch die Begründung für diesen Sonntagsmarkt, da die arme Bevölkerung (Holzhauer, Köhler, Bauern und später noch die Fabrikarbeiter) an den Werktagen keine Zeit hatten (Arbeitszeit von 5 Uhr früh bis 19 Uhr abends). Am Sonntag aber kam die Bevölkerung der nicht zu entfernten Orte nach Sankt Blasien zum Gottesdienst, und dies gab dann auch die Möglichkeit, sich auf dem Wochenmarkt mit dem Notwendigen zu versehen.  

Die Anbieter waren auswärtige Krämer, da es ja in Sankt Blasien zu diesen Zeiten, also bei Bestehen des Klosters und noch geraume Zeit nachher, keine Geschäfte gab. Der Brauch der sonntäglichen Wochenmärkte wurde daher auch in den nachklösterlichen Jahren beibehalten und blieb bis zum Jahr 1823 unangefochten.

Inzwischen hatten sich in der neugegründeten Gemeinde Sankt Blasien einzelne Händler und Handwerker niedergelassen und es begann ein jahrzehntelanger Kampf der ortsansässigen Geschäfte (und der Pfarrer am Dom) gegen die auswärtige Konkurrenz der Wochenmärkte und das "unsittliche" Marktgetriebe. Oberamtmann Ernst (1815-1844), ein sehr weitsichtiger und tatkräftiger Bezirksvorstand, verteidigte bei der Regierung mit Erfolg der Gesamtbevölkerung seines Bezirks die Wochenmärkte gegen Sonderinteressen der neuen Sanktblasier- "Bändel- und Gewürzkrämer", wie er sie nannte. Das Gegenteil versuchte sein Nachfolger, der "verrückte" Amtmann von Laroche mit seinem aufbrausenden Temperament. Schon nach dem ersten in Sankt Blasien verbrachten Sonntag beantragte er am 14. Februar 1845 bei der Obrigkeit die Abschaffung der Wochenmärkte als Störung des Sonntags. Dabei vertrat er auch die Ansicht des Pfarrers am Dom Carl Häfelin, dem diese Märkte auch schon lange ein Dorn im Auge waren. Schließlich löste sich das Problem der Sonntagsmärkte von selbst, indem um 1865-67 bei Errichtung der ersten Neubauten am Marktplatz (Bäckerei Gäng und das neue Amtsgefängnis) der größte Teil der festen Wochenmarktbuden abgebrochen wurde. So verschwand dieser lange umstrittene Sonntagsmarkt.  

Über einen Sonderfall verdient es noch berichtet zu werden: Zur Zeit dieser Wochenmärkte gab es in Sankt Blasien den "Ankenplatz". So hieß die nächste Umgebung der nordwestlichen Ecke des Klostergebäudes, des sogenannten "Fürstenecks". Auf dem selben wurde der sonntägliche Anken- oder Buttermarkt abgehalten. Leute und Lärm dieses Marktes waren einem Herrn von Eichthal zuwider und um die Leute zu verdrängen, zog er mitten durch den Platz einen Graben. Er hatte damit den Zweck erreicht und die lärmenden Buttermarktweiber von dem Ort vertrieben.

Der Ankenplatz wird heute noch an den beiden Krämertagen genutzt. Die beiden noch üblichen Jahrmärkte wurden ursprünglich im Juni als Johannismarkt (24. Juni) und Mitte Oktober abgehalten. Diese Jahrmärkte zogen schon zu Klosterzeiten und auch später eine große Menge Volkes herbei und verschafftem dem nahegelegenen Gasthaus einen bedeutenden Umsatz. Fielen die genannten Termine auf einen Samstag, dann musste mit Rücksicht auf die Juden bei der Obrigkeit die Genehmigung zur Verlegung auf einen anderen Wochentag beantragt werden. Denn "die Hebräer, welche den hiesigen Jahrmarkt (als Krämer) am häufigsten besuchen, könnten an diesem Tag (als Sabbat) sich nicht einfinden." Im Jahre 1852 wurde auf Verlangen von Teilen der Beteiligten der Versuch gemacht, den Johannismarkt auf Anfang Mai zu verlegen, "unter Errichtung gleichzeitiger Viehmärkte". Begründung: Später sei ein Teil des Viehs auf den Sommerweiden. Doch schon 1856 wurde der Markt wieder auf den Johannistag verlegt, weil "die Leute vorher noch kein Geld hatten".

Text: auszugsweise aus Bernhard Steinert Sankt Blasier Land; Berichte und Dichtungen um eine Landschaft und ihre Geschichte.

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