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Sankt Blasien

Gemeinde- und Ortschaftsrat im Wald

Autor: Susanne Gilg
Artikel vom 24.04.2022

Baumpflanzaktion am Menzenschwander Rundbuchenweg

Während sich die Mitglieder des St. Blasier Gemeinderats und des Menzenschwander Ortschaftsrats sonst eher auf dem Papier mit dem Wald beschäftigen, stand jetzt eine Sitzung der etwas anderen Art auf dem Programm: Passend zum Internationalen Tag des Baumes, der jedes Jahr am 25. April im Kalender steht, haben die Kommunalpolitiker gemeinsam mit den Revierleitern Roland Behringer und Florian Zimmermann, Bürgermeister Adrian Probst und Hauptamtsleiter Eduard Rombach am vergangenen Freitag 200 Bäume entlang des Rundbuchenwegs auf der Menzenschwander Sommerseite gepflanzt. „Wir möchten vor Ort zum Thema Wald ins Gespräch kommen“, sagte Bürgermeister Adrian Probst. Denn mit dem praktischen Wissen im Hinterkopf falle auch manche Entscheidung am Ratstisch leichter.

Der Stadt St. Blasien gehören rund 730 Hektar Wald in Menzenschwand und rund 50 Hektar Wald im Albtal, der Rest ist Privatwald und Staatsforst. Der trockene Südhang, an dem sich die Mitglieder des Gemeinde- und Ortschaftsrats über den Zustand des Waldes informierten, sei „prädestiniert, um vom Borkenkäfer befallen zu werden“, sagte Roland Behringer. Daher gelte es, auf einen Mischwald hinzuarbeiten, um die Bäume zu stabilisieren. Hunderte junge Buchen, Flatterulmen, Douglasien sowie Bergahorn und Weißtannen sind von den Förstern und ihren Mitarbeitern zuletzt in dem Waldstück gesetzt worden. Eine weitere Herausforderung werde es sein, die Bäume vor dem Rotwild zu schützen, so Behringer. „Wir müssen Schritt für Schritt in eine andere Richtung kommen“, fügte er hinzu.

Sein Kollege Florian Zimmermann hob das Zusammenspiel der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes hervor, die in Menzenschwand eng miteinander verwoben ist. Nach Einblick in den Zustand des Menzenschwander Waldes nahmen die Stadt- und Ortschaftsräte selbst die Spaten in die Hand und pflanzten unter der Anleitung der Förster rund 200 neue Bäume, darunter Wildkirschen, Buchen, Flatterulmen, Tulpenbäume und Lärchen. „Es war sehr interessant zu sehen, wie der Waldumbau in der Praxis umgesetzt wird“, fasste etwa Stadtrat Klaus Dudarewitsch seine Eindrücke zusammen. Die nächste Aktion im Wald soll schon bald folgen, waren sich die Teilnehmer einig.

Der Tag des Baumes: Am 25. April ist der Tag des Baumes, der deutschlandweit in diesem Jahr zum 70. Mal gefeiert wird. Mittlerweile gilt der Tag als einer der größten Mitmachaktionen im Baum- und Waldschutz. Der Tag wurde 1952 von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ins Leben gerufen, um auf die starken Waldverluste durch den Krieg aufmerksam zu machen. Auch heute hat der Tag des Baumes eine fortwährende Bedeutung, denn unsere Bäume leiden zum einen stark unter den Folgen des Klimawandels und spielen zum anderen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen diesen. Mit dem Tag des Baumes verfolgt die SDW das Ziel, Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie wertvoll Bäume für Mensch und Umwelt sind. Der Aktionstag soll sie motivieren, sich aktiv für den Wald einzusetzen und etwas für die Bäume zu tun. Durch praktische Aktionen und Pflanzungen können die Menschen so eintauchen in die Welt der Bäume. Quelle: www.sdw.de

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