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Erweiterung Sport- und Mehrzweckhalle

Autor: Susanne Gilg
Artikel vom 18.05.2022

Hier finden Sie in regelmäßigen Abständen Berichte zu Entscheidungen, Beteiligungen, Meilensteinen, Baumaßnahmen und vielem mehr rund um die Erweiterung der Sport- und Mehrzweckhalle bei der Fürstabt-Gerbert-Schule:

Projekt wird mit drei Millionen Euro gefördert

Am 3. März 2021 haben die Stadt St. Blasien erfreuliche Nachrichten erreicht: Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen fördert mit dem Programm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur den Neubau einer Sport- und Mehrzweckhalle an der Fürstabt-Gerbert-Schule mit drei Millionen Euro.

Damit rückt das Projekt näher, auch wenn noch weitere Gelder zur Realisierung nötig sind. Für die Schule, die Stadt und die Region soll die Halle Möglichkeiten für Sportunterricht, Vereinssport und Veranstaltungen bieten.

Schon seit Jahrzehnten sei ein Neubau der Halle in der Diskussion, so Bürgermeister Adrian Probst. "Mit diesem Förderbescheid möchten wir das ambitionierte Projekt nun angehen", bekräftigt Probst.

Gemeinderat fasst Grundsatzbeschluss

In seiner öffentlichen Sitzung vom 21. September 2021 hat der Gemeinderat bei zwei Gegenstimmen den Grundsatzbeschluss gefasst, den Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle bei der Fürstabt-Gerbert-Schule in Angriff zu nehmen. Ausschlaggebend war vor allem die Zusage des Bundeszuschusses aus dem Programm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Beteiligung von Vereinen und Organisationen

Reine Sporthalle oder Sport- und Mehrzweckhalle? Beteiligung von Vereinen und Organisationen am Mittwoch, 23. März 2022

Es ist ein ambitioniertes Projekt, was den zeitlichen und den finanziellen Rahmen betrifft: die neue Halle bei der Fürstabt-Gerbert Schule. Ob sie als reine Sporthalle, als "Mehrzweckhalle light" oder als vollwertige Mehrzweckhalle gebaut wird, ist noch nicht entschieden - es hängt vor allem von den Bedürfnissen ab, die Vereine, Schule und Organisationen haben. Daher hat die Stadtverwaltung in einem Workshop gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Vereine, Organisationen, Architekten, Gemeinderat und interessierten Bürgerinnen und Bürgern Ideen und Anregungen zur Planung der neuen Sport- und Mehrzweckhalle gesammelt. "Mit fast zwölf Millionen Euro ist die Halle das Schwergewicht unter unseren Projekten", sagte Bürgermeister Adrian Probst zu Beginn des Workshops, zu dem rund 30 Interessierte gekommen waren. "Es ist ein großes Glück, dass uns der Bund drei Millionen Euro für dieses Projekt in Aussicht gestellt hat", so Probst. Damit verbunden ist jedoch auch die Auflage, das Projekt im Jahr 2025 fertigzustellen. Die Stadt erhält für das Projekt Mittel aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Mutige Entscheidung des Gemeinderats

Schon seit Jahrzehnten sei ein Neubau der Halle in der Diskussion, machte der Bürgermeister deutlich. "Doch mit diesem Förderbescheid möchten wir das Projekt nun angehen. "Den Grundsatzbeschluss, die Halle zu bauen, hat der Gemeinderat bereits gefasst. "Es ist eine mutige Entscheidung - vor allem auch, weil wir sie in eine Zeit hinein getroffen haben, die mit vielen Unsicherheiten verbunden ist", sagte Probst. Das Thema sei nicht nur mit Blick auf die Kosten und auf die Zeit sehr komplex: "Wir haben hier ein komplexes Geflecht an Beteiligten, die sich innerhalb kürzester Zeit zusammenfinden müssen - Schule, Vereine, Organisationen, Planer." Auch die Frage, wo in der Zeit des Umbaus Schul- und Vereinssport stattfindet, müsse geklärt werden. "Die Ergebnisse des Workshops fließen dabei natürlich mit ein", kündigte Probst an.

Ehrliche Prüfung der Bedarfe

Architekt Martin Vogelsang vom Freiburger Architekturbüro "böwer eith murken vogelsang architekten" gab einen Einblick in das Projekt: "Sie haben sich in St. Blasien ein schwieriges Grundstück für die Halle ausgesucht", sagte er mit Blick auf den felsigen Untergrund, auf dem die Fürstabt-Gerbert-Schule steht. 20.000 Tonnen Fels müssten laut Bauamtsleiter Manuel Ebner nach jetzigem Stand aus dem Berg gesprengt werden. Trotz der sehr begrenzten Grundstücksfläche habe die Halle mit 2000 Quadratmetern eine relativ große Grundfläche, so Vogelsang. Geplant sei eine Dreifeldhalle, deren einzelne Bereiche über Vorhänge abgetrennt werden können. Eine reine Sporthalle biete mit Blick auf die Kosten natürlich Ersparnisse, jedoch seien andere Aktivitäten damit ausgeschlossen. "Viele Sachen wären dann einfach nicht möglich", erklärte der Architekt. Die Differenz zur "Mehrzweckhalle light" liege bei rund einer Million Euro. Sei erst einmal eine Sporthalle gebaut, könne nicht "zu einer Mehrzweckhalle geswitcht" werden. Daher gehe es darum, ergänzte Bürgermeister Adrian Probst, die verschiedenen Bedarfe "ganz ehrlich zu prüfen". Dabei wurde klar: Die Halle wird viele Funktionen erfüllen müssen, insbesondere im Bereich des Sports. Die Variante „Mehrzweckhalle light“ scheint in der Abwägung von Kosten, Nutzen und Bedarf realistisch.

Gemeinderat entscheidet am 26. April in öffentlicher Sitzung

Im Workshop notierten die Vereine und Organisationen ihren Bedarf, informierten sich über das Projekt und stellten Fragen. Unter anderem ging es um die Frage, ob der Kursaal nach dem Bau der Halle noch zur Verfügung stehe. "Nach aktuellem Stand gibt es keinerlei Einschränkung beim Kursaal, Stand heute bleibt alles im Eigentum der Stadt - ob das in 35 Jahren allerdings immer noch so ist, wissen wir heute natürlich nicht." Gefragt wurde auch nach dem Schutz des Hallenbodens, wenn in der Halle eine Veranstaltung stattfinde, die mit Sport nichts zu tun habe. Kritisch angemerkt wurde auch der geplante Standort für die Ausgabeküche, die derzeit nicht auf Ebene der Halle liege. Die Anregungen und die Bedürfnisse von Vereinen und Organisationen werden derzeit ausgewertet, sodass der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 26. April, um 19 Uhr in öffentlicher Sitzung im Kursaal entscheiden kann, in welcher Form die Halle gebaut werden soll. Der Bau soll im Jahr 2023 starten und im Jahr 2025 abgeschlossen sein. Bürgermeister Adrian Probst bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den konstruktiven Austausch und den gewinnbringenden Abend.

Entscheidung für "Sport- und Mehrzweckhalle light"

"Sport- und Mehrzweckhalle light" wird gebaut - Entscheidung im Gemeinderat am Dienstag, 26. April 2022

Einstimmig hat sich der Gemeinderat der Stadt St. Blasien in seiner öffentlichen Sitzung am 26. April für den Bau einer "Sport- und Mehrzweckhalle light" bei der Fürstabt-Gerbert-Schule entschieden. Die Entscheidung ist vor allem ein Bekenntnis für den Schulstandort St. Blasien. „Es ist in allererster Linie ein Projekt für die Schule“, bekräftigt Bürgermeister Adrian Probst. Die Gemeinderäte betonten, dass es keine einfache Entscheidung und vor allem eine Entscheidung mit vielen Unsicherheiten gewesen sei: Wie entwickeln sich die Baupreise, wie verändern sich die Nutzungsformen? Das sind nur einige Fragen, für die es keine verlässlichen Prognosen gibt. Gegen eine reine Sporthalle haben sich die Gemeinderäte entschieden, damit auch Veranstaltungen möglich sind. In einer reinen Sporthalle wären nur maximal 200 Personen zugelassen – und es wäre keine Nutzung über Sportveranstaltungen hinaus möglich. Die Light-Version bietet Raum für 600 Personen und ermöglicht auch Veranstaltungen für Vereine und Organisationen. Zudem gibt es ab dem Jahr 2026 einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung in der Grundschule.

Projekt muss bis Ende 2025 abgeschlossen sein

„Dann braucht es natürlich Angebote – und dafür braucht es eine zeitgemäße Halle“, so Adrian Probst. Deshalb werde auch eine Aufbereitungsküche, eine sogenannte Regenerierküche, eingebaut, um auf Entwicklungen im schulischen Bereich vorbereitet zu sein. Mit rund 11,8 Millionen Euro ist das Projekt ein finanzielles Schwergewicht. Auch zeitlich wird es sportlich, denn die Bundesförderung aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (drei Millionen Euro) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gibt vor, dass das Projekt bis zum Ende des Jahres 2025 abgeschlossen sein muss. Im Vergleich zu einer reinen Sporthalle kostet das Projekt nun eine Million Euro mehr. „Diese Zahl relativiert sich jedoch, da wir für nicht-schulische Veranstaltungen Vorsteuer in Höhe von rund 500.000 Euro abziehen können“, erklärt Bürgermeister Adrian Probst. „Nur um diese Summe zu sparen, wäre es nicht sinnvoll gewesen, die Türe für die nächsten 50 bis 60 Jahre zuzuschlagen“, so Probst. Daher sei die Entscheidung für die Light-Version der beste und sinnvollste Kompromiss – und ein Projekt, das vor allem den Schulstandort St. Blasien sichert.

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