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Die Stadtverwaltung stellt sich vor

Autor: Susanne Gilg
Artikel vom 13.07.2021

Stadtgärtner Benjamin Kohl bringt Farbe in die Stadt

Petunien, Eisbegonien, Alyssum, Männertreu: Wenn es an öffentlichen Plätzen und Gebäuden in St. Blasien blüht, dann steckt Benjamin Kohl dahinter. Der Stadtgärtner sorgt dafür, dass jährlich rund 200 Blumenkästen an Fassaden und Geländern bepflanzt werden. Insgesamt sind es im Frühling rund 5000 Pflanzen, die Platz in Blumenkästen, Beeten und Rabatten finden. „Vom Baum bis zum Unkraut habe ich mit allen Pflanzen zu tun – das ist spannend“, sagt Kohl. Und dann gibt es noch die ganz besonderen klimatischen Bedingungen, die der Stadtgärtner in St. Blasien berücksichtigen muss: „Bei der Auswahl der Pflanzen achte ich darauf, Pflanzen zu nehmen, die mit kühleren Temperaturen und extremeren Temperaturschwankungen klarkommen.“ Doch gegen Unwetter wie das, von dem St. Blasien im Juni getroffen worden ist, hat auch Benjamin Kohl kein Mittel: „Gegen das Wetter können wir eben nichts machen - jetzt hoffe ich, dass die Pflanzen sich in Teilen wieder regenerieren.“ Nahezu die ganze Blumenpracht ist bei dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden.

Im Winter an der Zeigerbahn im Einsatz

Die Jahresplanung für das jeweils kommende Jahr macht Benjamin Kohl im Herbst, im Winter arbeitet er an der Zeigerbahn: „Es ist eine wahnsinnig abwechslungsreiche Stelle – selbst wenn der Lift im Winter nicht läuft, schippe ich Schnee.“ Und stellt sich gedanklich schon auf das Frühjahr ein. Auch duftende Kräuter, die oft mehrjährig sind, gehören in das Pflanzkonzept des Stadtgärtners. „Wir beziehen unsere Pflanzen von einer regionalen Gärtnerei, der Blumenwiese Eckert in Todtnau –  und bei der Erde achten wir darauf, keine Foliensäcke zu kaufen, um so für eine gewisse Nachhaltigkeit zu sorgen.“ Dazu gehört auch, dass Pflanzen aus den Blumenkästen im Kreisverkehr nachgepflanzt werden. „Wir fördern auch Blumenwiesen im Straßenbegleitgrün“, fügt er hinzu. Mit diesem etwas sperrigen Sammelbegriff sind Grünflächen und Gehölze gemeint, die zu Straßen und Wegen gehören.  

Dass seine Pflanzungen auch ohne Unwetter nicht immer von Dauer sind, erlebt Benjamin Kohl alle Jahre wieder: So hat er dieses Jahr direkt nach der Bepflanzung der Blumenkästen an der Grünen Brücke über die Alb festgestellt, dass ein Blumenkasten komplett leergeräumt war. „Das ist ziemlich unerfreulich, wenn so etwas passiert“, sagt er kopfschüttelnd. Dieses Jahr hat er Unterstützung durch den Ferienjobber Martin Springer, der ihn bei der Bepflanzung und der Pflege tatkräftig unterstützt. „In der Regel gießen wir zwei Mal pro Woche, dieses Jahr hat uns der viele Regen hier etwas Arbeit abgenommen“, berichtet Kohl. „Nach einem langen Winter ist es immer eine große Freude, wenn es in der Stadt dann bunter wird“, findet Bürgermeister Adrian Probst.

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